Narkosen

Wir möchten Ihnen hier einige Fachbegriffe aus unserem Arbeitsfeld kurz erläutern:

Narkose:
[grch. narke Erstarrung, narkotikos betäubend], Betäubung, ein künstlich herbeigeführter schlafähnlicher Zustand zur vorübergehenden Ausschaltung des Bewußtseins und damit der Schmerzempfindung.

Anästhesie:
Eines der modernen Anästhesieverfahren basiert heute auf drei sich ergänzenden Methoden,

Hierfür stehen dem Anästhesisten verschiedenste Medikamente zur Verfügung.
Erst durch die auf den Patienten und den Eingriff genau abgestimmte Menge der einzeln verabreichten Pharmaka lässt sich eine befriedigende Narkose herstellen und aufrechterhalten. Man spricht von einer balancierten Anästhesie.

Medikamente:
Zur Induktion des Schlafes stehen verschiedene Substanzen zur Verfügung.
Die wohl älteste Gruppe der Hypnotika sind die Barbiturate, die auch heute noch regelmäßig eingesetzt werden. Daneben gibt es noch eine Reihe weiterer Substanzen, deren Nennung hier wohl den Rahmen sprengen würde.
Eine Substanz, die Ende der 70iger Jahre synthetisiert wurde, nämlich das Propofol, muß hier jedoch erwähnt werden. Diese Substanz zeichnet sich durch sehr gute Verträglichkeit, extrem gute Steuerbarkeit und ein angenehmes Einschlafverhalten beim Patienten aus. Überzufällig häufig wird sogar nach der Narkose von angenehmen Träumen berichtet.
Dampfförmige Anästhetika sowie das Narkosegas Lachgas und der lebensnotwendige Sauerstoff, welche vom Patienten unter Narkose eingeatmet werden, haben besonders zur Aufrechterhaltung immer noch einen festen Stellenwert bei der Allgemeinanästhesie.
Um den Schmerz auszuschalten, bedient man sich der Substanzklasse der Opioide. Hier werden vom Anästhesisten eine Reihe verschiedenster Opioide verwendet. In der ambulanten Anästhesie spielt das seit 1996 in der BRD zugelassenen Remifentanil eine herausragende Rolle. Neben seiner ausgeprägten analgetischen Potenz ist die extrem kurze Halbwertszeit dieser Substanz hervorzuheben. Schon 5 bis 10 Minuten nach Infusionsstopp ist keinerlei Opioidwirkung mehr vorhanden.
Die diversen Muskelrelaxantien spielen in der ambulanten Änästhesie eher eine untergeordnete Rolle. Sie dienen höchstens noch der Narkoseeinleitung -wenn notwendig- zur Plazierung eines Endotrachealtubus zur Sicherung der Atemwege.

Die ambulant durchgeführte Narkose:
Zusammenfassend ist zu sagen, dass sich die ambulant durchgeführte Narkose aufgrund der exakten Steuerbarkeit der einzelnen Medikamente gut dem zeitlichen Rahmen der Operation anpassen lässt und der Patient unmittelbar nach dem Eingriff wieder wach ist. I. d. R. ist das Trinken und Essen direkt nach dem Eingriff kein Problem. Auch dass die Patienten schon nach kurzer Zeit die Praxis in Begleitung nach Hause verlassen können, ist gewiss ein Fortschritt im Bereich der modernen ambulanten Medizin Weitere

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